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Kann Progesteron die Blutung unterdrücken, wenn man nicht schwanger ist?

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Themenstarter

bei mir war es bis dato immer so, dass meine Blutung trotz 2x2 Utrogest spätestens ES+16 durchkam? Aktuell bin ich ES+17/18 und ohne Blutung. Nun interessiert mich, ob das Progesteron im Falle einer ausgebliebenen Schwangerschaft bei Weitereinnahme die Blutung dauerhaft unterdrücken würde oder ob trotz Einnahme irgendwann die Blutung eintritt?

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Leider kann man die Frage nicht eindeutig beantworten. Aber erst einmal die Theorie: Sie sehen hier die Verläufe der Hormone im Zyklus. und nach dem Eisprung wird vom ehemaligen Follikel - dann Gelbkörper - das Progesteron gebildet, was man auch Gelbkörperhormon nennt. Das ist wichtig für die Einnistung. Fällt das Progesteron gegen Ende des Zyklus ab, weil sich keine Schwangerschaft eingenistet hat, dann kommt es zur Blutung. Soweit die Theorie.


© clipdealer.com

Grundsätzlich müsste man ja davon ausgehen, dass die Einnahme von Gelbkörperhormonen dann auch in der Lage sein sollte, die Blutung aufzuhalten. Grundsätzlich ja, aber man darf nicht vergessen, dass ja das eigene Gelbkörperhormon, welches im Gelbkörper produziert wird, dann trotzdem absinkt und wegfällt. Es kommt also gegen Ende des Zyklus in jedem Fall zu einer Verminderung des Progesteronspiegels.

Und darauf reagieren die Frauen und ihre Gebärmütter unterschiedlich. Natürlich ist es auch abhängig von der Dosis des verabreichten Gelbkörperhormons.

Bei manchen Frauen tritt die Blutung regelhaft erst nach Absetzen der Medikation ein und bei anderen immer pünktlich zum errechneten Zeitpunkt. Und dann gibt es noch den nicht unerheblichen Anteil an Frauen, bei denen es mal so und mal so ist.

Bleibt die Blutung also unter der Einnahme von Progesteron aus, wird nur der Schwangerschaftstest zum richtigen Zeitpunkt wird Klarheit schaffen.

Dr. Elmar Breitbach
Facharzt für Frauenheilkunde
Endokrinologe und Reproduktionsmediziner
(Auf Deutsch: Spezialist für Hormone und für die Behandlung des unerfüllten Kinderwunschs)
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