Flüssigkeitseinlage...
 
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[Gelöst] Flüssigkeitseinlagerungen Gebärmutter

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(@Saldea)
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Hallo,

 

vielleicht kann uns hier ja jemand helfen: 

ich (29) und mein Mann (28) versuchen seit 2019 ein  Baby zu bekommen. Nachdem mein Mann eine Nebenhodenentzündung hatte wurde uns von meiner Frauenärztin geraten mal ein Spermiogramm machen zu lassen. Dabei hat sich herausgestellt dass die Spermienqualität so schlecht ist dass eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg quasi unmöglich ist. Die Spermienanzahl ist zu niedrig, Beweglichkeit und Form sind auch ziemlich schlecht. 

Wir haben uns nach einigen erfolglosen "Womöglich klappts ja doch noch so"-Zyklen 2022 an eine Kinderwunschklinik gewandt. Die Erstuntersuchungen dort haben ergeben dass bei mir alles gut ausschaut aufgrund der Spermienqualität aber nur eine ICSI in Frage kommt. 

Ende 2022 hab ich dann mit dem Stimulationszyklus für die Punktion angefangen. Bis zum Termin der Punktion lief alles recht normal. Es sind zwar nicht so viele Follikel wie erwartet herangereift, aber ansonsten sah alles gut aus. Bei der Punktion konnten schlussendlich 6 Eizellen entnommen werden. Davon waren 3 reif und 2 konnten befruchtet werden. 
Während der Punktion wurde leider festgestellt dass in der Gebärmutter eine Wassereinlagerung aufgetaucht ist (beim Kontrolltermin 3 Tage früher war davon noch nichts zu sehen). Deshalb wurden die Eizellen vorerst auf Eis gelegt und es sollte im nächsten Zyklus weitergehen. In dem Zyklus wurden nur noch sehr niedrig dossierte Hormone gespritzt (37,5 Einheiten mit dem Ovaleap-Pen) aber wieder das selbe Spiel - bis kurz vor dem Eisprung sah alles gut aus und dann war plötzlich wieder Wasser in der Gebärmutter. Und im nächsten Zyklus wieder... 

Um abzuklären woher die Wassereinlagerungen kommen wurde im April eine Bauch- und Gebärmutterspiegelung gemacht. Dabei wurde die Durchlässigkeit der Eileiter überprüft, geschaut ob ich Endometriose habe und eine Gewebeprobe entnommen um zu überprüfen ob eine Entzündung vorliegt. Eileiter waren durchlässig - aber nur sehr langsam. Eine leichte Endometriose wurde entdeckt - kann aber nicht die Ursache der Wassereinlagerung sein. Und eine Entzündung hatte ich auch noch. Die verursacht aber laut Ärztin auch keine Wassereinlagerung. Die Entzündung wurde mit zwei unterschiedlichen Antibiotika behandelt da dass erste nicht angeschlagen hat und sollte jetzt weg sein. 

Der Stand aktuell ist also eigentlich dass es nichts gibt was einem Einsetzen der Eizelle im Weg stehen sollte. Deshalb haben wir diesen Zyklus einen neuen Versuch gestartet. Ich habe mir wieder jeden Abend 37,5 Einheiten mit dem Ovaleap-Pen gespritzt und bis zum Kontrolltermin vergangenen Donnerstag (Zyklustag 9) sah alles gut aus. Heute war ich nochmal in der Klinik und schon wieder das selbe Problem...

Die Ärztin weis nicht warum bei mir jedes Mal Wasser in der Gebärmutter ist und eine wirkliche Lösung dafür hat sie auch nicht. Wenn mehr befruchtete Eizellen vorhanden wären würde sie  einfach mal probieren ob das Einsetzen doch klappt. Aber da wir nur zwei Stück haben will sie es nicht unbedingt riskieren. Der Plan sieht aktuell so aus dass wir das ganze nächsten Zyklus nochmal ganz ohne Hormone versuchen. 

Mich frustet im Moment gerade einfach die Tatsache dass niemand weiß woher das Problem kommt und was man dagegen tun kann. Hatte irgendwer sowas auch schon?

Resignierte Grüße,

Saldea 

 
Veröffentlicht : 16/10/2023 1:38 pm
Elmar Breitbach
(@jeu4bhskl1)
Beiträge: 303
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Liebe Saldea,

Solche Flüssigkeitsansammlungen in der Gebärmutter (Serometra) kommen immer mal wieder, aber selten vor. Vor allem die Hartnäckigkeit, mit der dieser Befund bei Ihnen gefunden wird, ist ungewöhnlich.

Mögliche Ursachen können akute oder chronische Entzündungen sein. Offenbar bestand bei Ihnen ja eine solche, denn Sie haben ja Antibiotika bekommen und dies sogar 2x, weil die Infektion nicht gleich verschwunden war.

Liegt diese Therapie noch nicht lange zurück, dann wäre zu hoffen, dass die Flüssigkeitsbildung langsam immer weniger wird, wenn die chronische Entzündung als seren Ursache langsam zurückgeht.

Eine weitere Ursache ist anatomischer Natur. Durch eine Entzündung geschädigte Eileiter können ganz (=Hydrosalpinx) oder teilweise verschließen. Aber selbst, wenn sie durchgängig sind (bei Ihnen ja sehr langsam), kann die Schleimhaut geschädigt sein und die Flüssigkeit, die normalerweise im Eileiter gebildet wird, kann nicht richtig abfließen (üblicherweise in den Bauchraum), sondern fließt in Richtung Gebärmutter.

Eine weitere Ursache kann eine Verengung des Gebärmutterhalses sein (nach einer OP wie z. B. Konisation) oder auch nach einem Kaiserschnitt, wo sich Flüssigkeit in der Narbe ansammelt, die sich dann auch in die Gebärmutter zurückstauen kann (Isthmozele).

Dann können Endometriose in der Gebärmutterschleimhaut (Adenomyosis) oder auch Polypen die Ursache für eine Serometra sein.

Endometriose und Polypen wurde ausgeschlossen oder waren nur geringfügig vorhanden, einen Schwangerschaft in der Vorgeschichte mit Kaiserschnitt erwähnen Sie nicht.

Somit ist die Nachwirkung der inzwischen behandelten chronischen Entzündung der Gebärmutterschleimhaut die wahrscheinlichste Erklärung und wäre dann ja hoffentlich langsam rückläufig. Auch die Eileiter können das Problem sein. Hier sollte auch die Antibiotikatherapie geholfen haben. Bei vollständig verschlossenen Eileitern würde man diese entfernen. Bei Ihnen wäre das sicherlich eine Maßnahme, die über das Ziel hinausschösse.

Man könnte bei den Kryozyklen sicherlich auch erst einmal die vielleicht auch östrogenabhängige Sekretion der Gebärmutterschleimhaut herunterregulieren, bevor man sie wieder aufbaut (Pille oder GnRH-Analoga). Das ist aber leider nur ein Versuch.

Mehr kann ich Ihnen zu Ihrer Frage von hier aus leider nicht sagen, ich hoffe, es war dennoch ein wenig hilfreich

Viele Grüße

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

Dr. Elmar Breitbach
Facharzt für Frauenheilkunde
Endokrinologe und Reproduktionsmediziner
(Auf Deutsch: Spezialist für Hormone und für die Behandlung des unerfüllten Kinderwunschs)
---------------------------------------------------
Bitte beachten Sie:
In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

 
Veröffentlicht : 17/10/2023 8:47 am
 cloe
(@cloe)
Beiträge: 5
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Hallo,

ich hatte die Flüssigkeit damals wegen meiner Eileiter. Die waren verschlossen und dadurch hat sich darin Flüssigkeit angesammelt und ist in Richtung gebärmutter abgelaufen. Nachdem die entfernt waren - das wurde mir so geraten - war dann aber zunächst immer noch Flüssigkeit in der Gebärmutter. Meist um den Eisprung herum. Nachdem mir dann Antibiotika gegeben wurden, hat das nachgelassen. Aber man muss wohl damit rechnen, dass es ein wenig dauern kann, bis diese Entzündungsreaktion (so nannte meine Ärztin das) endgültig verschwindet.

Ich Drücke Dir die Daumen!

 
Veröffentlicht : 17/10/2023 2:59 pm
(@Saldea)
Beiträge: 3
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Themenstarter
 

Vielen Dank für die Rückmeldungen. Dazu hätte ich noch ein paar Fragen:

- Wäre eine Schädigung der Eileiter bei der Bauch-/ Gebärmutterspiegelung nicht aufgefallen? Die Ärztinnen meinten da sah alles ok aus.

- Wenn die Entzündung die Ursache war wie lange würde es dann in etwa dauern bis keine Wassereinlagerungen mehr auftreten? Das 2. Antibiotikum habe ich im Mai genommen. Müsste es dann nicht eigentlich schon endgültig weg sein? Nach dem zweiten Antibiotika wurde nicht mehr überprüft ob die Entzündung noch da ist. Die Ärztin meinte dass es eh nichts mehr gibt was sie mir geben könnten wenn die Entzündung noch da ist. 

- Ist abschätzbar wie schnell die aktuell vorliegende Flüssigkeitsansammlung sich wieder zurückbilden könnte? Nach Rücksprache der zwei in der Praxis behandelnden Ärztinnen hatten sie die Idee es diesen Zyklus trotz der Flüssigkeit zu versuchen in der Hoffnung dass diese bis zum Einsetzen der Eizelle verschwunden ist. 

 

@cloe wie lange hat es ei dir denn gedauert? Danke fürs Daumen drücken 

 
Veröffentlicht : 17/10/2023 9:48 pm
 cloe
(@cloe)
Beiträge: 5
Active Member Gast
 

Hallo Saldea,

es hat ungefähr 6 Monate gedauert. Dann war immer noch nciht alles weg, aber deutlich weniger. Ich hatte dann eine IVF und im zweiten Versuch nach der Eileiterentfernung hat es dann auch geklappt. Es muss also wohl nicht die komplette Flüssigkeit verschwinden, um schwanger zu werden - zumindest bei mir war das so. Ich wollte damals aber auch nicht länger warten 😡 

Aktuell bin ich wieder in der Planung für eine weitere Therapie 🤪 . Meine Frauenärztin hat keine Flüssigkeit mehr in der Gebärmutter gesehen nach der Entbindung. Das kann aber auch durch die Schwangerschaft gekommen sein.

Liebe Grüße

Cloe

 
Veröffentlicht : 18/10/2023 9:27 am
Elmar Breitbach
(@jeu4bhskl1)
Beiträge: 303
Mitglied Admin
 

Liebe Saldea,

eine Schädigung der Schleimhaut wäre nicht erkennbar auch in der Bauchspiegelung nicht. UNd die Eileiter waren ja auch nur langsam durchgängig schrieben Sie. Ob das nun eine Relevanz hat, ist nicht sicher zu sagen, aber natürlich könnte das auch auf eine Schädigung der Eileiterschleimhaut oder auch eine Verengung des Eileiters hindeuten.

Es kann durchaus mehrere Monate dauern, bis die entzündliche Reaktion komplett abgeklungen ist, sollte das die Ursache gewesen sein.

Die aktuelle Flüssigkeitsansammlung sollte im Rahmen der Menstruation dann ohnehin verschwinden. Ob es noch im laufenden Zyklus passieren wird, kann man leider nicht sagen.

Viele Grüße

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

Dr. Elmar Breitbach
Facharzt für Frauenheilkunde
Endokrinologe und Reproduktionsmediziner
(Auf Deutsch: Spezialist für Hormone und für die Behandlung des unerfüllten Kinderwunschs)
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Veröffentlicht : 18/10/2023 7:12 pm
(@Saldea)
Beiträge: 3
New Member Gast
Themenstarter
 

Danke für die Rückmeldungen.

Ich war heute nochmal beim Ultraschall und es ist passiert woran weder die Ärztinnen noch ich wirklich geglaubt haben:
die Flüssigkeitseinlagerung ist verschwunden und dem Einsetzen der Eizelle am Freitag steht wider Erwarten nichts im Wege 😍 

 

 
Veröffentlicht : 18/10/2023 9:07 pm
Elmar Breitbach
(@jeu4bhskl1)
Beiträge: 303
Mitglied Admin
 

Ach... 🙂 

Danke für die Rückmeldung, denn wenn man hier antwortet, freut es einen auch, wenn man hört, wie es weitergeht/-ging

Das freut mich für Sie (und weil es meine Aussagen bestätigt 😉 )

Viele Grüße

Dr. Elmar Breitbach
Facharzt für Frauenheilkunde
Endokrinologe und Reproduktionsmediziner
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Veröffentlicht : 19/10/2023 8:07 am

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