Lupusantikoagulanz

Bei Lupusantikoagulanz Heparin und ASS im Rahmen einer IVF?
Bei mir ist Lupus antikoagulans vor ein paar Jahren auch nachgewiesen worden. Damals hatte ich noch keinen akuten Kinderwunsch. Ein Antiphospholipidsyndrom wurde ausgeschlossen. Jetzt habe ich erst einen Tag nach der voraussichtlichen Punktion einen Termin in der Gerinnungsambulanz. Während der Stimulation wollte ich ASS 100 einnehmen, jetzt überlege ich, ob ich zusätzlich prophylaktisch unfraktioniertes Heparin (in prophylaktischer Dosis) spritzen sollte und wenn ja, ab wann? Schade ich mir bzw. erhöhe ich das Risiko, dass es nicht klappt mit der SS, wenn ich es ohne Indikation tue?

Antwort: Das Lupusantikoagulanz alleine ist keine Grund für eine solche Behandlung. Wenn jedoch mehrere Versuche nicht geklappt haben und wenn ein Frühabort eingetreten ist wie bei Ihnen, dann ist das Heparin sicherlich einen Versuch wert. Und auch gegen ASS spricht generell nichts. Ob es bei Ihnen ebenfalls sinnvoll ist und ob ggf. sogar Prednisolon hinzugegeben werden sollte, muss man mit dem behandelnden Arzt besprechen. Da Sie kein echtes Antiphospholipidsyndrom haben, ist es sicherlich nicht unbedingt notwendig, und der Nutzen fraglich

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Dr. Elmar Breitbach

Dr. med. Elmar Breitbach ist Facharzt für Frauenheilkunde, Reproduktionsmedizin und Endokrinologie. Er ist als Reproduktionsmediziner seit mehr als 30 Jahren in der Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit tätig. Dr. Elmar Breitbach ist Gründer und Betreiber von wunschkinder.de.
 

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