Mitrauchen ist genauso schlecht wie Selbstrauchen

Eine kanadische Studie zeigt, dass beide Partner mit dem Rauchen aufhören sollten, wenn eine IVF durchgeführt wird (ist aber auch sonst eine gute Idee).

In der Studie wurden die Ergebnisse einer IVF– oder ICSI-Behandlung in Abhängigkeit von der Art des Zigarettenkonsums untersucht. Interessant war die Tatsache, dass sich keine Unterschiede bei der Embryoqualität erkennen ließ, jedoch deutliche Unterschiede bei den Schwangerschaftsraten. Diese betrug bei Raucherinnen 19.4%, bei Passivraucherinnen (=Ehepartner rauchte) 20.0% und bei „rauchfreien Paaren 48.3%. Mit anderen Worten: es nutzt nichts, wenn nur die Frau das Rauchen aufgibt und der Partner weiter Zigaretten raucht.

Michael S. Neal, Edward G. Hughes, Alison C. Holloway, and Warren G. Foster
Sidestream smoking is equally as damaging as mainstream smoking on IVF outcomes
Hum. Reprod. 2005 20: 2531-2535

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Dr. Elmar Breitbach

Dr. med. Elmar Breitbach ist Facharzt für Frauenheilkunde, Reproduktionsmedizin und Endokrinologie. Er ist als Reproduktionsmediziner seit mehr als 30 Jahren in der Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit tätig. Dr. Elmar Breitbach ist Gründer und Betreiber von wunschkinder.de.
 

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Kommentar

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2 Kommentare
  1. Betty schreibt

    Wurde in der Studie denn auch untersucht, wie viel geraucht wurde? Rauchen ist nicht gleich rauchen. Es macht sicherlich einen großen Unterschied aus, ob ich Abends eine "Feierabend"-Zigarette rauche oder eine Packung am Tag. Ob ich ab und an mal auf einer Party zum Glas Wein eine rauche oder ob ich auch schon morgens um acht an der Kippe hänge. Wurde das auch untersucht?

  2. Elmar Breitbach schreibt

    Es gibt unendlich viele Studien zu dem Thema und alle kommen zu dem gleichen Schluss: Am besten ist es, wenn man es ganz bleiben lässt. Natürlich sind die negativen Auswirkungen dosisabhängig. Aber nichts ist besser als die Dosis=0