Bei männlicher Unfruchtbarkeit ist Prostatakrebs häufiger
Bei Männern, die aufgrund schlechter Spermienqualität in einer Kinderwunschklinik behandelt wurden, haben offenbar ein erhöhtes Risiko für bösartige Erkrankungen der Prostata. Da besonders aggressive Formen des Prostatakrebs offenbar signifikant häufiger auftreten, raten amerikanische Forscher zur Früherkennung.
Um es gleich vorweg zu sagen: Es handelt sich dabei um eine retrospektive Fallkontrollstudie mit eingeschränkter Aussagekraft. Und um Panik zu vermeiden: Es wurden die Daten von 22.562 Männern ausgewertet, von denen 168 an einem Krebs der Prostata erkrankten. Das ist nicht signifikant häufiger. Es kam jedoch 2,6fach häufiger zur Ausbildung eines aggressiveren „high-risk“-Tumors. Der Studienleiter Thomas Walsh von der Universität in Seattle rät daher zu Früherkennunguntersuchungen bei Männern mit eingeschränkter Fruchtbarkeit.
Die vollständige Zusammenfassung finden Sie im Ärzteblatt
Thomas J. Walsh, Michael Schembri, Paul J. Turek, June M. Chan, Peter R. Carroll, James F. Smith, Michael L. Eisenberg, Stephen K. Van Den Eeden, Mary S. Croughan
Increased risk of high-grade prostate cancer among infertile men (p NA)
Cancer DOI: 10.1002/cncr.25075
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Oh spannend… Denn im Theorieteil meiner Diss steht das aktuell noch geringfügig anders (hier geht’s um Risikofaktoren für das PCA), das werde ich dann mal ein wenig präzisieren…