Gesundheitsleistungen rationieren?

Beim Deutschen Ärztetag, der kürzlich zu Ende ging, wurde vom Vorsitzenden eine Rationierung der Gesundheitsleistungen angeregt, um Kosten zu sparen. Es soll eine Prioritätenliste festgelegt werden, die klärt welche Leistungen wann zu erbringen sind, so die Idee von Ärztepräsident Hoppe.

Eine durch die Allianz (Private Versicherung) initiierte Umfrage ergab, dass 84 Prozent der Deutschen mit weiteren Einschränkungen in der medizinischen Versorgung rechnen. Und 59 Prozent wünschen sich, wenn es denn schon zu Einsparungen kommen muss, ein Gremium, das die Notwendigkeit von Behandlungen nach objektiven und transparenten Kriterien festlegt.

Eigentlich nicht nötig, denn grundsätzlich gibt es so etwas in der Art ja schon:

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für mehr als 70 Millionen Versicherte und legt damit fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV erstattet werden. Darüber hinaus beschließt der G-BA Maßnahmen der Qualitätssicherung für den ambulanten und stationären Bereich des Gesundheitswesens.

Diesem Ausschuß haben wir z. B. die Richtlinien für die Kostenübernahme bei der künstlichen Befruchtung zu verdanken. Man fragt sich, warum es nun ein weiteres Gremium geben soll, welches ähnliche Aufgaben hat.

Künstliche Befruchtung auf der Abschussliste

Wie nicht anders zu erwarten, würde die Mehrheit der Befragten eine altersabhängige Zuteilung von Kassenleistungen ablehnen und sie von der Dringlichkeit abhängig machen, was grundsätzlich aus Sicht der Befragten nachvollziehbar ist. Und man darf auch keinem Nichtbetroffenen böse sein, wenn er gegen die Kinderwunschbehandlung votiert:

Bei der Frage, welche Leistungen sie für besonders notwendig halten, nennen die meisten die Behandlung im Krankenhaus. An zweiter Stelle stehen, mit 58,7 Prozent, zahnärztliche und kieferorthopädische Behandlungen – sie rangieren noch vor Krebsvorsorge und Gesundheitschecks. Für am ehesten verzichtbar halten die Deutschen künstliche Befruchtung und Schwangerschaftsabbruch.

Via Tagesspiegel

Noch Fragen?

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Dr. med. Elmar Breitbach ist Facharzt für Frauenheilkunde, Reproduktionsmedizin und Endokrinologie. Er ist als Reproduktionsmediziner seit mehr als 30 Jahren in der Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit tätig. Dr. Elmar Breitbach ist Gründer und Betreiber von wunschkinder.de.
 

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Kommentar

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17 Kommentare
  1. reaba schreibt

    ich bin auch für einsparungen im gesundheitswesen.
    man sollte alle verbands-, funktionärs- und sonstig lobbylastige funktionen ersatzlos streichen.
    DAS wäre eine echte einsparung zu gunsten der patienten.
    und weil bald der wahlkampf voll ausbricht:
    künstliche hüften und rollatoren umsonst (eine grundgesetzänderung zur festschreibung der rentensicherheit haben wir ja schon) – auf kosten der ersatzlosen streichung von leistungen für kinderwunschbehandlungen (kinder wollen doch eh nur bekloppte oder karrierefrustrierte)…wir sind als wählergruppe eh verloren, weil zu gut informiert (zwangsweise beinahe) 😉

  2. blume05 schreibt

    Rationalisierung? Ja, bitte – beim Verwaltungs-Wasserkopf, bei den Zahlungen, die für Raucher, Säufer, Drogenabhänige, Dicken (Ausnahme: Krankheitsbedingt). Diese Personengruppe fügt sich ihre Schäden selbe rzu – und dafür zahlt dann die Allgemeinheit!

    Für mich ist das eh alles Wahlkampf!

  3. grünhorn schreibt

    zu:
    man sollte alle verbands-, funktionärs- und sonstig lobbylastige funktionen ersatzlos streichen.

    Da bin ich dabei. Die muss man jetzt nur noch an Hand von objektiven und transparenten Kriterien identifizieren…

  4. Rebella schreibt

    Ich halte es für relativ einfallslos, immer nur einfach wieder Leistungen zu streichen. Die Gesundheitsreforn 2004 ist gerade mal 5 Jahre alt. Trotz der Streichung von Leistungen haben sich die Krankenkassenbeiträge erhöht und man schreit schon wieder nach Geld.

    Wie wir am Beispiel der Reproduktionsmedizin gesehen haben, wirken sich die Leistungsstreichungen auch nicht 100% aus. Die Praxen wollen trotzdem in schwarzen Zahlen arbeiten und erhöhen dafür die Kosten für Selbstzahler. Eben überall da, wo was zu holen ist. Eventuell schaffen sich Ärzte auch zusätzliche Behandlungsfälle (kann ich nicht beweisen; aber ich halte das für möglich, weil irgendwie will jeder überleben).

    Ich denke, wir bräuchten neue Wege, um die Effizienz im Gesundheitswesen besser zu machen. Dazu würde für mich gehören, dass die Leistungen von Ärzten transparenter werden. Dazu gehört für mich:

    – Vergleichbare Erfolgsstatistiken veröffentlichen
    – Nachgewiesene und beglaubigte Behandlungsfehler veröffentlichen
    – Einsehbarkeit der abgerechneten Leistungen für jeden Patienten (z.B. mit Passwort auf der Internetseite der Krankenkasse oder auch durch Zusendung einer Liste an den Patienten)
    – Qualitätssiegel vergeben
    – Belohnungen für Ärzte, die besonders effektiv gearbeitet haben

    Die Krankenkassen sollten dazu in der Lage sein, einzuschätzen, welche von den regional ansässigen Ärzten effektiv gearbeitet haben. Immerhin wissen sie, welche Krankheiten unter welchem finanziellen Einsatz behandelt wurden.

  5. reaba schreibt

    Die muss man jetzt nur noch an Hand von objektiven und transparenten Kriterien identifizieren…

    sehr einfach: sie setzen bewirtungskosten mit zu bestechenden parlamentariern als werbekosten ab.
    man könnte, wenn man wollte…aber man will meist nicht 😉

    bedauerlicherweise haben in zeiten hoppes pubertät die krankenkassen wahrscheinlich keine ohrkorrekturen getragen…vielleicht wären dem mann dann viele frustrationen erspart geblieben, die er jetzt am gesundheitssystem auslebt.

    die belastung einer erkrankung ist nicht objektivierbar, also kann auch keine priorität vergeben werden, für was wann wieviel geld ausgegeben werden sollte.
    ärzte, die sich sowas ausdenken haben den wichtigsten grundsatz ihres berufes nicht verstanden und sind nicht nur als ärzte nicht tragbar, sondern erst recht nicht als funktionäre dieser berufsgruppe.

  6. reaba schreibt

    hallo rebella,

    in dem zusammenhang muss man sich dann doch gedanken machen, wann ein arzt effektiv arbeitet.
    eigentlich, wenn er so gute beratung und prävention praktiziert, dass sein patient recht dauerhaft-stabil gesund ist und bleibt.
    unser system funktioniert bisher jedoch allerdings fatal andersherum: der kranke mensch ist für den arzt profitabel im sinne von abrechnungsfähig anhand erbrachter leistungen.
    da sollte man ansetzen: jeder arzt hat patientenstamm x und davon kommen die hälfte etwa einmal im jahr zum checkup oder haben ein marginales problem…dann gilt es genaue anamnese zu betreiben, nicht nur das marginale problem zu lösen und den patienten vorausschauend auf grund der anamnese individuell sinnvollen diagnostischen/beratungsmäßigen maßnahmen zu unterziehen. bleibt der mensch daraufhin gesund oder ist ein potentielles leiden erkannt und weitestgehen gebannt…dann hat ein arzt gut gearbeitet und wird pro gesunderhaltemen menschen höher entlohnt als für die eigentliche therapie.
    die summe der gesunderhaltenen und das daraus erwirtschaftet honorar sollte das stammkapital einer praxis darstellen, nicht der einsatz hochkomplexer einzeltherapien.
    das wird für hausärzte in den niederlanden so auch mit erfolg praktiziert.
    für fachärzte müsste man andere kriterien entwickeln, die sich allerdings auch an der gesundung/überlebensrate auf zeit des patienten orientieren, nicht am einsatz differenziertester behandlungstechniken.

    unterm strich wären meiner meinung nach 2 gute effekte zu erzielen:
    a) die menschen bleiben länger gesund
    b) unnötige therapien bringen keine extrakohle mehr für deren anwender, weil nicht sinnhaft.

  7. Rebella schreibt

    Ich hatte vergessen, daran zu erinnern, dass es endlich an der Zeit ist, den Unterschied zwischen PKV und GKV abzuschaffen. Also nur noch eine GKV, in die ALLE einen bestimmten Prozentsatz ihres Einkommens einzahlen. Und dann selbstverständlich auch nur noch einen Abrechnungstarif.

  8. Rebella schreibt

    Ich stimme dir im Großen und Ganzen zu, reaba. Nur eben, dass die Leute ja öfter mal den Arzt wechseln (und das ja auch ihr gutes Recht ist). Da wird es dann unübersichtlicher. Außerdem könnte ein Arzt mit seinem Patientenstamm Glück haben und ein anderer nicht. Wenn es dazu aber Erfahrungen in den Niederlanden gibt, sollte man da durchaus mal schauen.

    Wenn ich Krankenkasse wäre, würde ich mir bestimmte Krankheitsbilder heraus nehmen und mal schauen, wie unterschiedlich teuer vergleichbate Patienten (gleiches Alter; ähnliche Nebenerkrankungen) damit waren, welche Ärzte sie besucht haben. Außerdem könnte man feststellen, wie häufig Patienten nach dem Besuch eines Arztes mit derselben Krankheit zu einem anderen Arzt wechselten.

    Möglicherweise haben die Krankenkassen auch ähnliche Daten. Nur dürfen sie keine Ärzte empfehlen. Da beginnt doch schon mal das Dilemma.

    Ich will aber nicht nur auf den Ärzten herum hacken. Teuren Behandlungen vorbeugen könnten wir auch, indem wir fortwährend (wirklich) kranke Leute nicht dazu nötigen, bis ins hohe Alter arbeiten zu müssen. Stattdessen könnten diese Arbeitsplätze von den vielen gesunden Arbeitslosen eingenommen werden. Dann würden diverse Kosten für weitere Behandlungen der kranken Arbeitnehmer entfallen. – Wenn ich da mal auf uns persönlich schaue: Mein Mann hatte schon zwei Bandscheibenoperationen und hat einen körperlich schweren Beruf. Er muss sich also immer wieder dorthin schleppen, weil ja Geld reinkommen muss. Wann dann die 3. OP ansteht, ist eigentlich nur eine Frage der Zeit. Stattdessen gibt es viele junge Arbeitslose, die kräftig genug wären, um seine Arbeit zu übernehmen. Und ich selber hocke ja auch immer noch zu Hause, weil es zu wenig Arbeitsplätze gibt. Komme mir echt blöd vor, gesund zu Hause zu bleiben, während er unter Schmerzen arbeitet. …

  9. Ich schreibt

    Mir ist nicht klar:
    Wollen die Ärzte Kosten bei KK sparen, oder ihre eigene?
    Was haben Ärzte mit Kosten der KK zu tun?
    Die KK haben ja so viel Geld. Was machen sie denn damit?
    Es gibt viele die Beiträge bezahlen aber sich nicht leisten zum Arzt zu gehen. Die bekommen gar nichts zurück (z.B Hartz IV er).
    Ja, manche Sachen sehe ich auch überflüssig wohingegen andere Sachen schlechten Zugang haben.
    Z.B haben die Zahnärzte (viele von ihnen) zu viel Personal und separate Dienstleistungen: Prophylaxe, einer der dich lehrt Zähne zu putzen und was weiß ich noch. Der Zahnarzt kann das selber machen. Aber für normalen Zahnersatz und so gibt es kein Geld und horrende Preise.
    Ich bin der Meinung dass man nicht mehr als jetzt sparen kann, es ist auch so zu viel.
    Die Sozialschwache haben kaum noch Zugang zum Gesundheitssystem, es gibt so viele nötige Sachen die nicht von der KK übernommen werden und aus der Taschen von arme Menschen zu bezahlen sind.
    Ja, Rebella hat Recht mit den Rentnern und Arbeitslosen.
    Eine mögliche Lösung wäre die Übernahme mancher Kosten durch andere Träger (die Firmen die diese produzieren oder andere Sponsern) wenn die KK so schlecht stehen (wie ich nicht glaube): z.B Brillen, Zahnersatz, medizinische Geräte, medizinische Gymnastik ud Reha.

  10. Annettefr schreibt

    Liebe Rebella!

    Du schreibst: "Also nur noch eine GKV, in die ALLE einen bestimmten Prozentsatz ihres Einkommens einzahlen". Ich weiß nicht, inwieweit Du über KVs Bescheid weisst, aber es ist sinnvoll, sich über die Hintergründe der Existenz privater Kvs und die Bedingungen der dort Versicherten zu informieren: Sowie man sich in der BRD selbsständig macht (ich war dies jahrelang als Physio), ist man aus der gesetzlichen Versicherungspflicht entlassen. Bzw. wenn man in de gesetzlichen bleibt, erhöhen sich die Beiträge sehr, egal wieviel oder wenig man als Selbsständiger verdient. So macht es meist Sinn, sich mit Beginn der Selbständigkeit tatsächlich auch privat krankenzuversichern. Ich war damals 31. Denn für das Geld, das ich z.B. der DAK hätte zahlen müssen, bekam ich bei einer privaten PV einfach mehr bzw. bessere Leistung. Später in die gesetzliche KV zurückzukehren macht aufgrund vieler Umstände wenig Sinn. Die privaten Patienten werden oft als die besser dastehenden klassifiziert. Dies ist aber oft grade nicht der Fall. Ich kenne leute, die aufgrund von Selbständigkeit irgendwann darein mussten, heute 70 sind, immense monatliche Beiträge zaheln (min. 800,-) und es sich nicht einmal mehr leisten könne, den Selbstbehalt zu zahlen und deshalb kaum zum Arzt gehen!! JA!!!. All diese Probleme hat ein gesetzlich Versicherter nicht. Auch muss der Privat Versicherte bei fast allen Rechnungen in Vorkasse treten, da die Rücherstattung oft länger dauert als die ärztliche Abrechnungstselle an Zahlungszeitraum gewährt. Mach das mal bei IVF! Ich meine, man sollte nicht auf den Private Versicherten herumhacken, bevor man sich nciht gebau informiert hat bzw. welche kennt und deren Umstände befragt hat. Beide KV-Arten haben Vor-und nachteile: so z.B. zahlt meine private KV alle heilpraktikerleistungen. Dafür gehe ich fast nie zu Ärzten! Sowas möchte ich nicht aufgeben müssen zugunsten einer vereinheitlichten Medizin, in der nur noch oft uneefektive klinische und schulmedizinische Standards bezahlt werden. Auch decken viele private KVs anthroposophische Medizin ab, etwas, wa sich für fortschrittlich und zukunftsweisend halte. Es sollten sich erst eher die gesetzlichen Kassen auf das viel moddernere Leistungsniveau der privaten begeben, dann können wir über "alles ieinen Topf " reden.

    Beste GRüße
    AnnetteFr

  11. Rebella schreibt

    Liebe Annette,
    wenn es nur noch eine GKV gibt, verschwinden damit ja automatisch die Probleme mit dem Wechsel zwischen GKV und PKV. Auch ältere Leute, die nun weniger Einkommen haben, könnten dann wieder ganz normale Beiträge zahlen.
    Und die Vorteile, die du für dich siehst, haben eben nur die, die PKV berechtigt sind – Freiberufler, Beamte und Großverdiener. Ich denke aber, wenn es Vorteile gibt, dann soll es die für alle geben. Eine GKV für alle könnte alle notwendigen Krankenbehandlungen abdecken. Wenn jemand etwas darüber hinaus nutzen möchte, dann muss er sich zusätzlich absichern. Einige alternative Heilmethoden werden auch heute schon von der GKV gezahlt, wenn ihr Nutzen erwiesen ist.

    Und klar, wenn die bisher PKV bevorzugten Gruppen auch in die GKV solidarisch einzahlen müssen, dann ist natürlich genug Geld da. Da könnten dann sogar die GKV Beitragssätze noch sinken.

  12. Tigerin schreibt

    @Anette: Eigentlich hast Du gerade die besten Argumente für die Abschaffung der PKV geliefert…

    @all: Warum denken alle zuerst an den Patientengeldbeutel wenn von Einsparungen im Gesundheitswesen geredet wird? Weil sich die Patienten am wenigsten wehren können? Immerhin können unsere Ärzte ins Ausland fliehen wenn es ihnen hier zu schlecht geht.

    Ich bin mir sicher, dass es noch weitere, sehr ergiebige Einsparmöglichkeiten gibt. Erklär mir mal jemand, warum in der Apotheke meines Vertraues eine Pille, die einmal in den Nahen Osten und wieder zurück gekarrt wurde deutlich billiger sein kann als eine, die ganz normal im Inland vom Hersteller über den Großhandel in die Apotheke kam? Warum braucht meine Krankenkasse, die AOK, ein Gebäude für die Hauptverwaltung im Kreis, das fast so groß ist wie das kürzlich privatisierte ehemalige Kreiskrankenhaus? Geschäftsstellen in den größeren Ortschaften kommen noch dazu, und es gibt noch ei nige andere Krankenkassen…

  13. Elmar Breitbach schreibt

    @Tigerin: "ins Ausland fliehen?" Können die Patienten doch auch …
    Jetzt mal ehrlich 😯

  14. Rebella schreibt

    Ich denke, die wenigsten Patienten können ins Ausland fliehen. Und schon gar nicht mit gewöhnlichen Krankheiten. Da ist man dann ja nur noch unterwegs. Das kann man nur im Ausnahmefall machen und nur dann, wenn es sich mit dem Beruf und dem Portemonai vereinbaren läßt.
    Da müsste man sonst schon umziehen …

  15. Tigerin schreibt

    @Doc: Zur Behandlung ins Ausland gehen können Patienten nur bedingt, und auch nur, wenn sie das nötige Kleingeld parat haben. Dass es in Osteuropa tolle, relativ günstige Zahnbehandlungen gibt, nützt dem Menschen wenig, der seine Zahnschmerzen ins nächste Quartal schiebt, weil ihm zehn Euro mehr oder weniger eine Menge ausmachen.

    Leute, für die zehn Euro viel Geld ist, gibt es immer mehr…

  16. Elmar Breitbach schreibt

    @Tigerin: na, das 😯 bezog sich auch eher auf die Aussage, dass die Ärzte ja ins Ausland gehen können…

  17. reaba schreibt

    falls ein kleines fazit erlaubt ist:

    egal wer über die flucht ins ausland nachdenkt – das spricht nicht für systemeffizienz oder gerechtigkeit oder sinnhaftigkeit von hoppes gedankengängen.
    wer vor einem system flüchtet, dass erst vor 4 jahren "optimiert" wurde…da kann was nicht stimmen, oder?

    ketzerisch gefragt, denn das gesundheitssystem ist nicht das einzige mit "optimierungsbedarf": warum gehn eigentlich nicht alle und wir lassen nur die hartzIVler und deren verwalter zurück….und kommen wieder, wenn die recht zügig fertig haben 😉 ?

    wir erhalten da mit nicht zu knappen beiträgen was am leben, was eigentlich marode ist. weg damit, neu und besser machen. zumindest beim gesundheitssystem anfangen…meine meinung.