Achtlinge in China

Eine chinesische Zeitung berichtete über eine Achtlingsschwangerschaft in China. Jedoch im Gegensatz zur  Achtlingsschwangerschaft von Nadja Suleman entschieden sich die chinesischen Eltern dazu, die Kinder auf drei Gebärmütter zu verteilen. Die genetische Mutter trug drei der Kinder aus, die übrigen 5 wurden auf zwei Leihmütter verteilt. 

Offenbar wurden die Eltern Opfer statistischer Ausreißer. Eine 30%-Wahrschenlichkeit zugrunde gelegt, erwartete das Paare lediglich die Einnistung vom max. 2-3 der Embryonen. Um wirklich sicher zu gehen, dass es mit dem Nachwuchs klappt, wurden die acht Embryonen dann auf drei Frauen verteilt.
 

Damit, dass diese Embryonen nun alle anwachsen, hatte offenbar niemand gerechnet. Die Familie ist offenbar stinkreich, zumindest scheinen 11 Babysitter kein finanzielles Problem darzustellen. Aber führt man sich die Vorgehensweise so vor Augen, kann man davon ausgehen, dass diese Familie gewöhnt ist, Probleme mit Geld aus dem Weg zu räumen. 

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Dr. med. Elmar Breitbach ist Facharzt für Frauenheilkunde, Reproduktionsmedizin und Endokrinologie. Er ist als Reproduktionsmediziner seit mehr als 30 Jahren in der Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit tätig. Dr. Elmar Breitbach ist Gründer und Betreiber von wunschkinder.de.
 

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Kommentar

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23 Kommentare
  1. elli schreibt

    Gibt es in China keine Ein-Kind-Politik mehr? Falls doch, wundert es mich, dass man es erlaubt überhaupt so viele Embryonen einzusetzen… wobei: mit Geld ist ja vieles möglich 😉

  2. Elmar Breitbach schreibt

    Doch, ein Verstoß gegen die Ein-Kind-Politik ist es auch noch. Scheint aber das geringste Problem des Elternpaares zu sein 😉

  3. clydesbonnie schreibt

    Da frage ich mich, warum die genetische Mutter überhaupt die Strapazen einer Drillings-Schwangerschaft auf sich nimmt. Mit DEM Geld hätte sich doch sicher noch ’ne dritt Leihmutter gefunden.

  4. Chari schreibt

    Bei sowas kann ich nur noch den Kopf schütteln. Aber zeigt mal wieder, dass man anscheinend mit genügend Geld einfach so gut wie alles erreichen kann.
    Aber stellt mir die gleiche Frage wie bonnie: dass die genetische Mutter eine eigene Schwangerschaft überhaupt auf sich genommen hat bzw. nicht nur eines bei sich aufgenommen hat und dann eben noch eine weitere Leihmutter dazu, wenn sie unbedingt die Schwangerschaft auch selbst erleben will.
    Muss man nicht verstehen.

  5. Buntspecht schreibt

    Kann man in China keine Eizellen einfrieren? Geld kann jawohl nicht das Problem gewesen sein …

  6. susanne6767 schreibt

    Ich verstehe die negativen Kommentare nicht so ganz. Jede Kiwu-Mutter hier weiß, dass die Übertragung von Embryonen bei weitem nicht auch die Einnnistung bedeutet. Im Text wird vom statistischen Ausreißer gesprochen, faktisch ist eine ein unglaublicher Zufall, dass tatsächlich alle Embryonen sich eingenistet haben. Pro Mutter sind maximal drei Embryonen eingesetzt worden, eine Vorgehensweise, wie sie auch hier in Deutschland verfolgt wird. Ist Kryo-Konservierung in China vielleicht nicht erlaubt und hat man vielleicht keinen der Embryonen verwerfen wollen und um das Risiko für Mutter und Kind zu minimieren Leihmütter eingesetzt? Das kann man den Eltern nicht zum Vorwurf machen, auch nicht, dass sie das Geld hatten, die Chancen auf eine Schwangerschaft durch Einsatz einer Leihmutter zu verbessern. Wer hier nölt, den treibt der Neid der Besitzlosen. Gottseidank hat die Familie Geld, den diesen Achtlingen wird es sicher besser gehen als den Suleman-Achtlingen. Und über die Ein-Kind-Politik in China zu diskutieren ist doch völlig abwegig. Wahrscheinlich war dieses Paar völlig verzweifelt, um diesen Weg zu gehen, um wenigstens ein Kind zu bekommen. Also bitte ein bisschen mehr Respekt, Verständnis und Nachsicht für ein Kinderwunschpaar.

  7. Elmar Breitbach schreibt

    Der negative Kommentar ergibt sich daraus, dass hier jemand mit offenbar guten Eizellen (100% Einnistungsrate!) unbedingt JETZT ein Kind will und dafür eine hohes Mehrlingsrisiko eingeht (2x Drillinge)

    Dafür habe ich kein Verständnis oder Respekt. Auch nicht für die Ärzte, die hier offenbar einen gut bezahlten Machbarkeitstest durchführten.

  8. susanne6767 schreibt

    @ Elmar Breitbach: Ich dachte auch immer, gute Eizellen zu haben, trotzdem habe ich diverse ICSI-Versuche gebraucht, um schwanger zu werden. Nachher ist man immmer schlauer. Ich wünsche den Kindern ein gutes Leben, wahrscheinlich sind ihre Chancen dazu deutlich besser, als bei den Octo-Mum-Kids.

  9. Schokomaus13 schreibt

    Mit Neid hat das doch nichts zu tun, ich finde es einfach nur irgendwie "krank". Als Ex-Kiwü’ler kann ich gut verstehen, wie verzweifelt man ist und auch mir kamen manchmal die seltsamsten Ideen, da war der Wunsch 3 Embryonen transferiert zu bekommen noch der harmloseste. Aber sich selber welche einsetzen zu lassen und parallel noch 2 Leihmüttern! Tut mir leid, find ich mehr als seltsam. Kommt mir so ein bisschen vor wie beim Einkauf im Supermarkt nach dem Motto "Wieviel Liter Milch nehme ich denn heute mit".
    Ich finde es auch von den Ärzten nicht gut, dass sie da mitgespielt haben, wie gesagt in der Verzweiflung kommt man ja manchmal auf die seltsamsten Ideen, aber ein Arzt sollte doch aufgrund seines emotionalen Abstandes das Ganze in vernünftige Bahnen lenken. Vermute mal er hat sich damit auch ne goldene Nase verdient.

  10. Elmar Breitbach schreibt

    So ganz ungeschoren scheinen sie wohl nicht davon zu kommen (Ein-Kind-Politik)

  11. elli schreibt

    ich hab mich mit einer Chinesin heute unterhalten. Lt. der war es der erste Versuch (sie kann ja etwas andere Quellen nutzen wie wir 🙂 ), also so verzweifelt können sie für mich nicht gewesen sein. Daher hab ich da weder Respekt noch Verständnis für das handeln (für Eltern und auch nicht Ärzte).
    Die Ärzte sollen über 100.000 eur für die KB bekommen haben… ist klar woran die dachten 😉
    Es wird in China auch geprüft ob der Einsatz von Leihmüttern nicht illegal war…

  12. Elmar Breitbach schreibt

    In dem von mir verlinkten Artikel steht das auch und auch das:

    A surrogacy agent company, daiyunzj.com, promised an undercover reporter posing as a customer that for 1 million yuan (US$156,622) the company would have five to seven surrogate mothers become pregnant by the customer’s sperm all at once, simply to ensure one of the babies is a boy.

    Vielleicht ist es gar nicht so ungewöhnlich…

  13. Buntspecht schreibt

    Ich verstehe ja immer noch nicht, warum man die überzähligen Eizellen nicht einfach eingefroren hat. Die genetische Mutter konnte und wollte ja offenbar selbst Kinder austragen. Insofern sollte man doch eigentlich annehmen, dass eine Leihmutterschaft eher zweite Wahl ist.

  14. Bunny28 schreibt

    Hab grad den Strafenbericht gelesen.
    Ich möcht ja fast Wetten abschließen, dass es darauf hinaus läuft, dass sie sagen, sie wollten nur eines und haben alles dafür getan.
    Oder es fließen Schmiergelder, davon ist ja genügend da.

  15. Buntspecht schreibt

    Wobei mir da gerade eine Idee kommt: Könnte es vielleicht sein, dass in China reproduktionsmedizinische Behandlungen nur bei Paaren erlaubt sind, die noch keine Kinder haben? Das würde einiges erklären. Paare ohne Fertilitätsprobleme können sich ja relativ leicht über die Ein-Kind-Politik hinwegsetzen. Paare, die auf medizinische Unterstützung angewiesen sind, wären aber gezwungen, ihren Kinderwunsch direkt im ersten Versuch vollständig zu erfüllen. Und wenn man insgesamt 3 Kinder haben will, lässt man dann eben 8 Embryonen einsetzen, um auf Nummer sicher zu gehen. In diesem Fall könnte ich die Motivation der Eltern zumindest nachvollziehen.

  16. Bunny28 schreibt

    @buntspecht, was für ein stranger Gedanke, aber ich muss zugeben, er hat was.

  17. reaba schreibt

    vielleicht wollten die eltern auch nur, dass die kinder noch hasen und keine drachen werden … 😉

  18. mia schreibt

    wer kann einem vorher sagen ob man gute Eizellen (100% Einnistungsrate!) hat

    und ob sie sich auch gut kyrokonservieren lassen

    danacher weis man alles besser

  19. Elmar Breitbach schreibt

    @ mia: Die Tatsache, dass man die Eizellqualität nur ungefähr und nicht sicher bestimmen kann, ist Grund genug, 8 Embryonen in 3 Frauen zu transferieren?

    Ich hoffe, dass Sie das nicht so meinten.

  20. Illiana schreibt

    Ich bin gerade auf den Artikel gestossen:
    http://nachrichten.rp-online.de/panorama/china-empoert-ueber-achtlinge-1.2657507

    lt. dem ist KB in China verboten und die Leihmütter gaben die Kinder als eigene aus…

  21. mia schreibt

    nach langen unerfüllten kinderwunsch, bei uns nur 7 jahre , kommt man schon auf manche gedanken.
    und irgendwann macht man viel mehr mit als sich am anfang vorgestellt hätte.
    was schlagen sie vor, wenn man keine eizelle verwerfen oder kyrokonservieren will.
    leider kann man auch keine spenden.

  22. […] diesen Seiten musste ja schon öfters über höhergradige Mehrlinge berichtet werden. Bis hin zu Achtlingen mit Leihmüttern und ohne fremde Hilfe gingen die Berichte. Aber immer war es die Folge von […]